Es handelte sich an diesem brüllend heißen Abend um eine ganz besondere Begegnung, das war von Anfang an offensichtlich. Die Stimmung war ausgelassen, die Spieler beider Mannschaften sind gut miteinander bekannt und diese kameradschaftliche Atmosphäre war auch schon vor dem Spiel zu spüren.

Beide Teams waren personell reduziert. Die Essener hatte es besonders hart getroffen. Ein fehlender Goalie musste durch einen Feldspieler ersetzt werden, aber fair und sportlich sind die Raketen trotzdem angetreten und wollte ihr Bestes geben. Bei knapp  30 Grad gings dann los. Denkbar gut für die Miners und vor allem fair und gut gelaunt von beiden Seiten. Das erste Drittel endete 9:0 für die Miners und in der Drittelpause war vor allem eins offensichtlich: Hier treffen sich tolle Spieler, die sich gut kennen und die der Spass an gutem Hockey verbindet.

Im zweiten Drittel fiel der Torwart der Rockets verletzungsbedingt aus und musste durch einen vollkommen unvorbereiteten Feldspieler ersetzt werden. Aber auch diese Hürde wurde genommen. Der Torwart hat sich schnell umgezogen und nach kurzer Unterbrechung, die mit einem gemeinsamen Eis verkürzt wurde, ging es dann weiter. Immer noch freundschaftlich und fair und trotz der hohen Temperaturen haben beide Mannschaften ambitioniert weitergespielt. Auch der „Aushilfs-Goalie“ hat seinen Job gut gemacht. So konnte das Drittel und dann auch das Spiel nach guten 2 Stunden zu Ende gebracht werden.

Trainer und Spieler beider Seiten haben die Halle entspannt und gut gelaunt verlassen. Der hohe Sieg der Miners, der durch die Umstände natürlich  unterstützt wurde, hat keinen Frust bei den Essenern hervorgebracht.

Es war schön zu sehen, wie sich hier zwei professionelle Teams begegnet sind, die genau verstanden haben, worauf es im Nachwuchssport ankommt.

Ein Dank gilt den Schiedsrichtern der Partie, die erfahren genug waren, mit diesen „kleinen Herausforderungen“ umzugehen und zu der guten Begegnung beigetragen haben.

Wir verzichten hier auf die Nennung der Torschützen…. das würde den vorgegebenen Platz überschreiten und kann ja auch jederzeit beim ISHD nachgelesen werden.

Text: Anke Kisters

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